Montag, 12. März 2018

"Unter schwarzen Federn" von Sabrina Schuh

Hallo Ihr Lieben!

 




Verlag: Märchenspinnerei
Erscheinungsdatum: 13.02.2018
Seitenanzahl: 312 Seiten
Genre: Märchenadaption
Reihe: nein
Softcover – ISBN: 978-3961117017 Preis: 9,99 €
E-Book – Preis: 2,99 €

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Und darum geht es:
Eine schnatternde Meute Teenager Eine unscheinbare Außenseiterin Eine Verwandlung unter Tränen Fee’s Leben ist die Hölle. Auch der Wechsel an die neue Schule bringt keine neuen Chancen, sondern nur Psychoterror und Ausgrenzung. Eines Tages spitzen sich die Dinge so zu, dass Fee nur noch einen Ausweg sieht; und der ist endgültig. Statt sie jedoch von ihrem Leben zu erlösen, bringt der von Markus vereitelte Selbstmordversuch sie in die Therapie. Wird sie es mit seiner Hilfe schaffen, ihren Lebensmut wiederzufinden oder wurde sie bereits zu tief verletzt? In "Unter schwarzen Federn" spinnt Autorin Sabrina Schuh mit den Elementen von Andersens hässlichem Entlein eine düster-romantische Geschichte über Ausgrenzung, Todeswünsche und den schweren Weg eines jungen Mädchens, auf der Suche nach ihrem wahren Selbst.

Der erste Satz:
»Gleich ist es vorbei!«

Meine Meinung:
„Unter schwarzen Federn“ ist eine wundervolle Märchenadaption, die zugleich emotional als auch sachlich Themen aufgreift, die unsere Gesellschaft gern unter den Tisch kehrt oder von Ignoranz geprägt ist. Mit ihrem einfühlsamen Aufgreifen dieser Themen konnte die Autorin das Märchen „Das hässliche kleine Entlein“ von Hans Christian Andersen in ein modernes Märchen verwandeln.

Ich bin wundervoll in der Geschichte gelandet. Ohne Umschweife wird man direkt mit dem Thema Suizid konfrontiert und erfährt nach und nach in einer sowohl emotionalen als auch sachlichen Erzählweise die Hintergründe. Aber auch Themen wie Mobbing und Depression sind geschickt in der Märchenadaption verwebt und glaubwürdig dargestellt.

Die Protagonisten sind liebevoll gezeichnet, haben ihre Ecken und Kanten und wirkten auf mich authentisch, so dass sie mein Herz definitiv erobern konnten. Erzählt wird die Geschichte aus zwei Perspektiven im Wechsel. Ich persönlich mag Perspektivenwechsel, da ich so das Gefühl habe die Protagonisten besser in ihre Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen zu können. So lernt man Fee und Markus kennen, beide sind recht unterschiedlich und doch so ähnlich. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und beide wachsen von Seite zu Seite aus sich heraus, aber auch Rückschläge werden authentisch dargestellt.

Der Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Mir gefiel sehr die Verflechtung zwischen emotionaler und sachlicher Schreibweise. Und ja ein paar Taschentücher sind mir zum Opfer gefallen und ja es gab auch Situationen in denen ich echt wütend wurde. Die Verbindung zwischen Emotionalität und kritischer Reflexion unserer Gesellschaft ist wundervoll in dieser Märchenadaption integriert und haben mich häufig zum Nachdenken angeregt. Sehr hübsch fand ich die kleinen Scherenschnitte und vor allem das Mini-Daumen-Kino, welches des Weg vom hässlichen Entlein zum wunderschönen Schwan von Seite zu Seite mitverfolgt.

Die Autorin weiß wie man einen Spannungsbogen aufbaut und aufrecht erhält. Gekonnt wird dieser mit unvorhersehbaren Wendungen unterbrochen und wird als Leser in eine andere Richtung gelenkt. Das Ende ist stimmig und rundet die Märchenadaption ab ... mmh ... es ist eben ein Märchen.

Fazit:
„Unter schwarzen Federn“ ist eine wunderschöne Märchenadaption, die sowohl mit Emotionalität brilliert als auch erschreckend realitätsnah ist. Der fesselnde Schreibstil der Autorin schafft auf den Leser eine Faszination auszuüben, der nicht nur auf emotionaler Ebene überzeugt sondern vor allem gesellschaftskritisch Themen zur Sprache bringt die zum Nachdenken anregen. Die liebevoll gezeichneten Protagonisten hauchen der Geschichte Leben ein. Ein Märchen mit Tiefgang, welches mir persönlich wundervolle Lesemomente bescheren konnte.

Bewertung: 5 von 5 Däumchen nach oben ;)


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